Aufstellung:
Ibanez y Montoro- Mösges (82. Coulen) – Kempin, Dürbaum, Fernandez –
Ruf, Frank – Huppertz, Döhmen (45. Veldung) – Henke (60. Velten) – Ely
Bank: Coulen, Velten, Veldung,
Trainer: Thomas Weiss
Man fuhr selbstbwusst nach Schelsen und dachte, man trifft auf einen klar unterlegenen Gegner. Es gab bei einigen jedoch eine leichte Vorahnung, dass eventuell auch die stärkere 2. Mannschaft von Schelsen mit der 3. die Gruppe tauschen könnte.
So kam es dann auch. Trotzdem waren die Ducks davon unbeeindruckt und siegessicher. Mit neuem System, motivierten Spielern und Spirit-Shirts traf die Truppe um Trainer Thomas Weiss gegen viertel vor eins in Schelsen ein.
Die Anspannung war greifbar. Lange hatte man auf diesen Moment gewartet und wollte nun eine gute Vorbereitung in Zählbares eintauschen. Nach konzentriertem Aufwärmprogramm pfiff der Schiedsrichter mit 20 minütiger Verspätung an!
Ruppig ging es zur Sache! Man merkte, dass beide Mannschaften den Kontrahenten früh den Schneid abkaufen wollten. Viele Fouls und Diskussionen prägten eine zerstreute Anfangsphase mit leichtem Übergewicht für die Gastgeber. Die ambitionierten Schelsener spielten temporeich nach vorne, führten die Zweikämpfe kompromisslos und verhinderten dadurch das strukturierte Aufbauspiel der unserer Mannschaft.
Die beste Chance ergab sich für Ely, nach dickem Patzer der Schelsener Hintermannschaft. Der leichtfüßige Innenverteidiger zog den Ball elegant mit Sohle zurück und wollte sich parallel dazu drehen. Dabei verknotete er sich die Beine, ging zu Boden und der Ball war frei.
Die Bettrather hatten im Anschluss ein 3:1 Überzahlsituation, konnten diese allerdings nicht ausnutzen, da der letzte Pass nicht bei einem Mitspieler angebracht werden konnte.
Es gab im weiteren Spielverlauf immer wieder Standardsituationen, weil der Schiedsrichter es verpasste die Partie unter Kontrolle zu bringen. Doch die Bettrather Standardsituationen waren an Harmlosigkeit nicht zu überbieten. Die Schützen schickten die Bälle ohne Empfänger in Richtung gegnerisches Tor oder aber es stand der Name des Gegners drauf.
Anders bei den Gastgebern: Die lieferten just-in-time. Ein Freistoß aus dem Halbfeld wurde im 16er verlängert und landete unglücklich im Bettrather Postkasten. Der Spieler stand zwar im Abseits, aber dies war sicherlich schwer zu sehen. Rückstand also für die Ducks, die im Anschluss trotzdem nicht gefährlicher wurden. Schussversuche gab es kaum, gut vorgetragene Spielzüge gar nicht. So ging es dann mit dem 1:0 Rückstand in die Pause.
Die Truppe konnte sich ordentlich was anhören, da viele Spieler mehr mit sich selbst, den Mannschaftskameraden und dem Schiedsrichter diskutieren, anstatt Fußball zu spielen. Thomas Weiss brachte zur 2. Halbzeit Veldung für Döhmen.
Am Spiel änderte das leider nicht viel. Zwar erarbeitete sich Bettrath ein optisches Übergewicht, aber klare Chancen waren weiterhin nicht zu notieren. Auch Ecke Nummer 47 und Freistoß Nummer 23 konnten die Gastgeber nicht entscheidend gefährden. Anders lief es bei Schelsen, die in Hälfte gefährliche Konter fuhren und dabei teilweise rüde abgegrätscht wurden. So sorgte eine weitere Standardsituation aus dem Halbfeld für die Entscheidung. Eine lang gezogene Flanke an den zweiten Pfosten, konnte die Abwehr nicht verteidigen und so nickte Schelsen gefällig aufspielende Nummer 9 zum 2:0 ein.
Insgesamt konnte man das Spiel von Beginn an nicht so gestalten, wie man sich es vorgestellt hatte. Der Sieg für Schelsen geht unterm Strich völlig in Ordnung. Für Bettrath heißt es jetzt: Aufstehen und weitermachen!
Die Ducks haben die Start- und Landebahn noch nicht verlassen, sondern warten noch am Check-In Schalter. Wohin die Reise nun geht ist unklar und derzeit auch uninteressant. Wichtig ist nur, dass am kommenden Sonntag 3 Punkte geholt werden.
Ein Spielbericht von Armin van Vaststelling








