FC Eintracht Güdderath – 1. FC Bettrath 05 0:5 (0:3)
Aufstellung:
Ibanez y Montoro – Mösges – Kempin, Veldung, Dürbaum, Fernandez –
Döhmen, Frank, Henke (60. Swenne) – Velten (63. Ruf) – Ely (46. Huppertz)
Ergänzungsspieler: Swenne, Huppertz, Ruf, Hortmanns
Trainer: Thomas Weiss
Betreuer: André Hintzen
Tore:
0:1 Ely 10. Spielminute
0:2 Franck 14. Spielminute
0:3 Döhmen 21. Spielminute
0:4 Velten 48. Spielminute
0:5 Velten 60. Spielminute
Auf der Spielstätte von Odenkirchen Süd trafen die Bettrather auf die Eintracht aus Güdderath. Man wusste im Vorfeld nicht genau, was man dieser Mannschaft zutrauen sollte, denn gegen Schelsen, die Bettrath letzte Woche schlugen, holte Güdderath immerhin ein 1:1.
Dennoch: es zählte heute nur ein Sieg für das Team um Trainer Thomas Weiss.
Der Trainer spielte das System aus der Vorbereitung mit S. Velten auf der 10ner Position und zwei Innenverteidigern – M. Veldung und V. Dürbaum. Da die nominellen Mannschaftskapitäne Ruf und Krempin noch nicht fit waren, führte M. Döhmen das Team aufs Feld.
Der Gegner agierte mutig mit einer aufrückenden Viererkette. Bettrath spielte sofort auf Sieg und hatte von Beginn an Oberwasser. Die in blau spielenden Güdderather kamen kaum dazu den Ball über 2 oder 3 Stationen laufen zu lassen, da Bettrath in den Zweikämpfen sehr präsent war. Bettrath machte das Spiel eng wie in einer New-Yorker U-Bahn und fuhr schnelle Angriffe über die Außenbahnen.
Velten war es dann, der in der 10. Spielminute gefühlvoll Ely in Szene setzte. Ely tauchte alleine vor dem Torwart auf und überlupfte ihn gekonnt – 0:1! 4 Minuten später wurde der nächste Angriff erfolgreich abgeschlossen. Fernandez tanzte mit der linken Abwehrseite Flamenco, drang in den 16er ein und legte mustergültig auf Frank ab. Nachdem der erste Schuss noch abgeblockt wurde, traf Frank im zweiten Anlauf überlegt aus spitzem Winkel: 0:2 in der 14. Spielminute.
Bettrath spielte nun richtig guten Fußball. Der Ball zirkulierte ansehnlich durch die eigenen Reihen und schien sich dort sehr wohl zu fühlen. Viele Angriffe beendete der Schiedsrichter leider durch Abseitssituationen, die häufig umstritten waren. Dennoch blieben die All-Blacks ruhig und ließen sich auf keinerlei Auseinandersetzungen ein.
Nach 20 Minuten manövrierte Henke den Ball mit feiner Klinge zu Velten, der den Turbo einschaltete und über links in den 16er eindrang. Der rechte Fuß begab sich schon in Einschussposition, als er von hinten zu Fall gebracht wurde. Sofort zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt. Döhmen legte das runde Leder auf Punkt und nahm 4 Schritte Anlauf. Ball und Torwart fanden im Folgenden nicht mehr zueinander. Während der Keeper mit der rechten Ecke vorlieb nahm, zischte das Leder in die Linke. 0:3 – das war bereits die Vorentscheidung.
In den restlichen 20 Minuten ergaben sich zwar noch eine Vielzahl an Chancen, allerdings fehlte es an letzter Konsequenz. Das 0:3 war mehr als verdient und somit ging es auch in die Pause. Der angeschlagene Ely (Rückenprobleme Anmerkung d.Redaktion) ging runter und Huppertz nahm seinen Platz ein. Dieser Huppertz hatte auch kurze Zeit später einen starken Auftritt. Ein „Angriff“ der Güdderather wurde von der souveränen Defensive abgefangen und dann ging es schnell. Frank zu Döhmen, Döhmen schickt Huppertz über links außen und der bringt einen wohltemperierten, traumhaften Diagonalball genau auf den Fuß von Velten – dessen risikoreiche Volleyabnahme links im Tor einschlug. Ein toller Treffer!
Immer wieder ging es über die Außen nach vorne, doch der letzte Pass fand häufig keinen Mitspieler. Bettrath bestimmte das Tempo nach Belieben. Die Mannschaft funktionierte im Kollektiv, war souverän und ballsicher. Libero Mösges hatte dann in der 60. Minute die nächste erfolgsbringende Idee. Er berechnete Kraft und Winkel ganz genau, als er dem Ball mit dem Außenrist seine Flugbahn befahl. Die 30 Meter zum Mitspieler Velten überstand das Leder unfallfrei! Velten war durch, umkurvte den Torwart und netzte ein 0:5 in der 60. Spielminute.
Der Trainer reagierte daraufhin und tauschte erst Swenne für Henke und im Anschluss machte Velten für Ruf Platz. Im weiteren Spielverlauf wurde es dann aus heiterem Himmel etwas ruppiger. Aber auch in dieser Phase des Spiels behielt Bettrath die Ruhe und Disziplin. Fernandez, Huppertz, Ruf, Döhmen, Mösges, Frank – hatten alle noch gute Gelegenheiten das Ergebnis hochzuschrauben, doch es fehlte an Genauigkeit.
Insgesamt bot uns das schwarz gekleidete Weiss-Ballett ein Fußballspiel, das alles andere war als schwarz/weiß! Farbenfroh sind nicht nur die Aufwärmshirts der Blacks, auch die Spielweise gestaltete sich Facettenreich mit einer bunten Mischung aus kreativem Passspiel und taktischer Disziplin. Wir hoffen, dass das Team den Aufwärtstrend nun in die nächsten Spiele hineintragen kann.
Ein Spielbericht von Armin van Vaststelling.








